See, Bäume, blauer Himmel
Coaching

Was ist eigentlich Coaching?

Ganz ehrlich, als ich vor einigen Jahren erstmals professionelles Coaching in Anspruch genommen hatte, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Damals beschäftigte ich mich in meiner Rolle als Führungskraft mit einem Thema, über das ich weder mit meinem Team noch mit meiner Chefin sprechen konnte. Denn wie heißt es so schön: Führung macht einsam, zumindest manchmal.

In den ersten Sessions lernte ich, dass es beim Coaching nicht um kluge Ratschläge von Dritten, sondern um einen vertraulichen Raum für Selbstreflexion geht. Und dass man durch eine solche externe Unterstützung ganz schön ins Arbeiten und manchmal auch Schwitzen kommen kann. Dabei wurde mir klar, dass ich auch als vermeintlich reflektierter Mensch bei schwierigen und emotional besetzten Themen oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe. 

Im Coaching wird meist ein systemischer Ansatz verfolgt. Er geht davon aus, dass wir unsere Umwelt, die handelnden Akteure und unsere Ressourcen — also unser „System“ — selbst am besten kennen. Und daher sind wir es selbst, die den Schlüssel zur Lösung von Problemen in der Tasche haben.

Freier Blick in den Horizont
Beim Coaching geht der Blick immer nach vorne; Foto: privat

Auch wenn Coaching-Sessions sehr emotional werden können, geht es hier nicht um einen psychotherapeutischen Ansatz. Denn beim Coaching steht immer der Blick in die Zukunft im Vordergrund. In jeder Session formulierst du deshalb ein Ziel und eine Frage, mit der du dich auseinandersetzen möchtest. Das klingt banal, ist es in der Regel aber nicht. Denn oft wissen wir gar nicht so genau, wo eigentlich das Problem liegt.

Meine Rolle als Coach

Solltest du dich für mich als Coach entscheiden, unterstütze ich dich zunächst einmal dabei, den „wunden Punkt“ zu identifizieren. Ich werde dich fragen: Um was ganz genau geht es? Dabei kann das Spektrum der Themen sehr weit sein. Sehr oft kommen Menschen zu mir, die etwas verändern wollen, bei sich selbst, in einer bestimmten Situation oder bei anderen. Oder es sind Themen, in denen es um schwierige Entscheidungen oder um Konflikte geht. Sollte es bei dir beispielsweise um einen Veränderungsprozess gehen, könnte ich dich in meiner Rolle als Coach zunächst dabei begleiten, die Ressourcen zu erkennen, die du hast und benötigst, um die gewünschte Veränderung auf den Weg zu bringen; oder auch bereits erste Schritte auf dem Weg zum Ziel zu identifizieren.

Meine Erfahrungen und Expertise

Seit mehr als 25 Jahren bin ich in verschiedenen Rollen als Führungskraft im gemeinnützigen Bereich tätig, viele Jahre davon in der internationalen Zusammenarbeit. Dabei hatte ich Gelegenheit, die verschiedensten Menschen, Organisationskulturen, Team-Settings und Change-Prozesse kennen zu lernen. Während dieser Zeit habe ich es stets als besonderes Privileg empfunden, andere Menschen in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung begleiten zu dürfen.

Coaching ist ein wunderbarer Weg, die eigene Lebenserfahrung auf eine sehr indirekte Art mit anderen zu teilen

In meiner aktuellen beruflichen Rolle als Personalleiter stehe ich häufig vor Fragen, in denen ich den systemischen Ansatz als sehr hilfreich empfinde. Auf diesem Weg bin ich erneut zum Thema Coaching gekommen und habe schließlich eine Ausbildung zum Systemischen Business Coach absolviert.

Und ich habe gemerkt, dass mir die Rolle als Coach viel Freude bereitet. Und zwar nicht, um altkluge Ratschläge loswerden zu können, sondern weil Coaching und systemische Fragen ein wunderbarer Weg sein können, um die eigene berufliche und Lebenserfahrung auf eine sehr indirekte Art mit anderen zu teilen 😊

Im Coaching arbeiten wir in der Regel mit einer Visualisierung der einzelnen Schritte; im analogen Format nutzen wir dafür Karten bzw. „Bodenanker“, digital kommt bei mir ein virtuelles Whiteboard zum Einsatz

Ja, Coaching ist weder ein geschützter Beruf noch eine bestimmte Methode. Daher kann es sein, dass einiges von dem, was du bislang über Coaching gelesen oder gehört hast, ziemlich manipulativ und esoterisch klingt. Und kann es sein, dass Manipulation und Esoterik nicht gerade dein Ding sind? Keine Sorge, das ging und geht mir genauso! Deshalb nutze ich nur Fragetechniken und Tools, die wissenschaftlich fundiert sind und die ich (als sehr rational denkender Mensch und ausgebildeter Ökonom) in der Rolle als Coachee selbst erlebt und als hilfreich empfunden habe.

Mein Ansatz: Tu was Gutes!

  • Pro bono: Da ich in Vollzeit beruflich tätig bin, biete ich Coaching ausschließlich auf ehrenamtlicher und nicht-kommerzieller Basis an.
  • Für wen ich coache: Grundsätzlich ist mein Angebot offen für alle Menschen. Besonders freue ich mich, wenn ich Menschen begleiten darf, die in ihrem Beruf und/oder ehrenamtlich in einem Bereich tätig sind, der gemeinwohlorientiert ist. Weil ich so (hoffentlich) einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass Menschen, die etwas Gutes tun, dies durch meine Begleitung noch ein wenig länger oder besser machen können, nenne ich meinen Ansatz Tu-was-Gutes-Coaching.
  • Feedback willkommen: Falls du mein Coaching-Angebot genutzt hast, freue ich mich anschließend über dein Feedback und wenn dir mein Angebot gefallen hat, auch über deine Weiterempfehlung 😊

Wann und wo ich coache

Da ich mein Tu-was-Gutes-Coaching ausschließlich auf ehrenamtlicher bzw. Pro-Bono-Basis durchführe, kann ich es in der Regel nur samstags anbieten.

Mein Angebot ist nicht an einen Ort gebunden, da ich gute Erfahrungen mit Online-Coaching gemacht habe. Ich nutze dabei eines der gängigen Video-Meeting-Formate (Teams oder Zoom) sowie das Tool Conceptboard, um Gedanken und Ergebnisse zu visualisieren.

Bei Bedarf und nach Absprache ist es auch möglich, analoge Sitzungen zu vereinbaren, wobei ich die Standorte Berlin und Bonn anbieten kann.

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